Ich bin Student & arbeite nebenbei, daher muss ich eigentlich immer relativ viel lesen. Außerdem macht es mir Spaß mich weiterzubilden & über verschiedene Dinge mehr zu erfahren, aus diesem Grund macht mir diese „Arbeit“ zum Glück relativ viel Spaß.
Mich persönlich stört jedoch die Tatsache, dass es kaum einen Austausch von guten Büchern gibt.
Entweder ich schaue in Bestsellerlisten nach gewissen Inspirationen, ich sehe bei Amazon „Bücher die mich auch interessieren könnten“ oder aber jemand postet bei Twitter ein Buch/Roman/Lektüre, welche die Person gerade liest, dann schaue ich bei Onlineshops nach einer Kurzbeschreibung & überlege, ob ich es kaufen möchte oder ob es für mich uninteressant ist.
Irgendwie nervt das, es ist zu umständlich sowie zu viel Aufwand für zu wenig Erfolg. Bei Twitter folge ich x-Menschen, da generell einen Buch-Tweet zu finden ist schon schwer, dass dieser auch für mich persönlich interessant ist, ist noch unwahrscheinlicher. Angeblich heißt es ja „There´s an app for that“, also wo ist die passende? In meinem Kopf.
Ich habe mir das ganze wie folgt gedacht:
1. Ich lese ein Buch, finde es gut & möchte diese Tatsache verbreiten. Ich drehe mein Buch um, scanne via Kamera meines Smartphone den EAN-Code oder gebe die ISBN Nummer ein & erhalte via Barcodescanner aus den Datenbanken von Amazon, Buch.de, Bertelsmann oder sonst woher ein Coverbild, eine Kurzbeschreibung, sowie Autor & was auch immer meines eingescannten Buchs.
Soweit so gut, jetzt habe ich aus einer Onlinedatenbank das Buch gesucht, welches ich sowieso schon besitze, aber nun kommt es zum wesentlichen, ich kann diese Informationen teilen, a.) in der App b.) auf Social Media Netzwerken wie Twitter, Facebook & Co. Meinem Profil in der App, nennen wir sie funkbook (funkjunge + book), können Leute folgen, sie finden mich entweder anhand meiner (Lese-)Interessen, vergleichbar mit foodspotting, oder via Twitter, Facebook, instagram Schnittstelle.
2. In meinem Profil kann ich nicht nur mein Buch als gelesen speichern, wodurch ich einen Überblick bekomme, was ich mir alles schon zu Gemüte geführt habe, sondern kann mit Sternen das Buch zusätzlich bewerten. Aus dieser Bewertung kann dann a.) eine persönliche Bewertung angezeigt werden & dahinter b.) eine Gesamtbewertung von allen Usern der funkbook App, die das Buch schon gelesen haben. Das könnte dann, vergleichbar mit der Anzeige von Filmlänge mit & ohne Werbung in TV-Zeitschriften zum Beispiel so aussehen „4/112“, dabei ist „4“ meine Bewertung, die „112“ ist die Bewertung aller User. Klicke ich nun auf die „112“, sehe ich, wie viele User das Buch bewertet haben. Daraus weiß ich, ob 112 Nutzer jeweils nur einen Stern vergeben haben, oder ob 28 User auch „4“ Sterne vergeben haben. Dieses Feature finde ich sinnvoll, da Fachliteratur von eher wenigen Leuten gelesen wird, hat diese jedoch bei wenigen Usern eine gute Bewertung erhalten, überzeugt selbige mich eher als die 112*1 Variante. Fuchsig, nicht wahr?
3. Eine weitere sinnvolle Möglichkeit ist die „Leser in der Nähe“ Funktion. In meinem Profil kann ich meinen aktuellen Ort speichern. Sehe ich, dass ein anderer User ein Buch hat, welches mich interessiert, & habe zudem noch das Glück, dass er in meiner Nähe wohnt, kann ich den User via integrierter Nachrichtenfunktionen fragen, ob er mir das Buch ausleiht. Sicher, es gibt auch Bibliotheken, aber wenn ich mit jemanden sprechen kann, der das Buch schon gelesen hat, erhalte ich vielleicht einen sinnvollen weiteren Blickwinkel auf das Thema.
4. Durch die „in der Nähe“ Funktion, können mir vielleicht auch Cafés & Buchhandlungen mit Leseecken angezeigt werden. Habe ich Lust mich irgendwo hinzusetzen & zu lesen, schaue ich, vielleicht durch Integration von foursquare, in die App, suche mir einen Platz aus & verbringe dort meine Lesezeit. Trinke ich dort einen Café, hat die Institution auch etwas davon. Finde ich zufällig beim Hinausgehen noch ein weiteres Buch & kaufe es, ist die Buchhandlung auch glücklich. Ich schaffe somit eine Win-Win Situation.
5. Twitter hat aus Finanzierungsgründen eine Trendbar eingeführt. Nun ja, ich persönlich finde diese hässlich & ziemlich nervig. Wenn ich Trends wissen wollen würde, frage ich meine Twitterfreunde oder die realen. Ich persönlich würde daher die funkbook App anders finanzieren wollen. Wie eingangs beschrieben, soll die App sich via Barcodescanner von verschiedenen Plattformen Buchtitel etc. holen. Wenn ich sowieso schon per Schnittstelle diese Shops integriert habe, könnte ich direkt via App die Bücher dort bestellen. User sieht durch Integration das Buch, kauft es bei dem Shop, der die Daten für die App zur Verfügung gestellt hat & beide sind glücklich. Den örtlichen Cafés & Buchläden würde ich nichts abknöpfen wollen, die haben schon genug zu kämpfen & sollten einfach von den Usern hinzugefügt werden können, um wieder zu foursquare als Vorbild zurückzukommen.
Ich habe nun also zusammenfassend einen online Austausch von Büchernerds, habe Sharingoptionen, Nutzer/Orte in meiner Nähe sowie eine Kaufenoption & zugleich dadurch eine Finanzierungsmöglichkeit durch große Buchläden wie Amazon, Buch.de oder Bertelsmann. Ob es noch zusätzlich Badges gibt, kann überlegt werden, quasi „Bookworm of Arts“.
Artikelbild via shewatchedthesky▲.