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Minigore – iPhone App

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An dieser Stelle möchte ich euch ein iPod touchiPhone & iPad Spiel mit Suchtfaktor vorstellen. Aus der Schmiede von Chillingo Ltd. stammt der Spielehit “Minigore”Minigore ist ein 3D Survival-Shooter um den Protagonisten John Gore.

John ist ein kleiner kastenförmiger Bursche, der umzingelt von den Furries – haarigen, runden Kreaturen mit besonders scharfen Zähnen, versucht sich durch verschiedene Levels, wie zum Beispiel Dark Forest, durchzukämpfen. Deine Aufgabe ist es ihn um jeden Preis vor diesen gruseligen Wesen zu schützen.

Startbildschirm

Startbildschirm

Nach der Installation öffnet man das Spiel & sieht obiges Startbild. Unter Community kann man sich mit anderen Spielern treffen, unter Credits stehen Informationen zu den Entwicklern etc. Unter Options kann man verschiedene Änderungen an der Einstellung vornehmen.

Optionen

Optionen

Unter dem Punkt Encyclopedia könnt ihr einige Hintergrundinformationen zum Beispiel zu Familie Gore bekommen.




Unter dem Menüpunkt Play gelangt ihr zum Spiel. Zunächst müsst ihr euch hier einen Charakter aussuchen. Zunächst ist nur John Gore freigeschaltet, tötet man jedoch genug Furries kann man andere Charaktere freischalten & mit Ihnen in den Kampf gegen die Monster ziehen.




Im Anschluss daran sucht ihr euch euren Level aus. An Anfang stehen euch zwei zur Verfügung, unter anderem Dark Forest.

Habt ihr euch für ein Level entschieden, werdet ihr direkt in das Spiel eingeführt. Der erste Bildschirm erleichtert euch das Kontroll-Verständnis. Rechts ist der Button für Fire & links für die Bewegung. Klickt man in der Mitte auto-aim an, müsst ihr euch nicht mit Nachladen beschäftigen und könnt somit die ganze Zeit das Böse bekämpfen.

Danach müsst ihr auf einen der drei Totems feuern, bis selbiger zerstört ist. Die Wahl, welcher Totem zerstört werden soll bezieht sich auf den gewünschten Schwierigkeitsgrad.

Dann kann es auch schon los gehen. Zurücklehnen, Furries töten & die Welt ein bisschen verbessern.

Falls ihr eure drei Leben (Herzsymbole links oben) aufgebraucht haben solltet, könnt ihr ohne weiteres wieder von vorne anfangen. Für 0,79€ auf jeden Fall ein echt gelungener Spielehit.

Audio

Radiotheorie – Vorschläge an den Intendanten des Rundfunks

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brecht

In den Anfangsjahren des Rundfunks wurde selbiges von vielen Leuten als „eines der größten Wunder der letzten technischen Wunderjahre“ gefeiert. Es wurde als Raum und Zeit überwindendes Medium angesehen, das Gesellschaftsklassen irrelevant, informieren und unterhalten konnte.

„Radio sei „eine jener Jahrtausend-Erfindungen, die in langsamer täglicher Wirkungen das menschliche Geist- und Seelenantlitz umformen“. Jedoch waren nicht alle Leute voller Lob für die neue technische Errungenschaft. Der deutsche Literat Bertolt Brecht verfasste fünf kurze kritische Aufsätze über den Rundfunk beziehungsweise das Radio. Diese Aufsätze „Radio – Eine vorsintflutliche Erfindung?“, „Vorschläge für den Intendanten des Rundfunks.“, „Über Verwertungen.“, „Erläuterungen zum “Ozeanflug”“ und „Der Rundfunk als Kommunikationsapparat.“ wurden nach seinem Ableben zur sogenannten Brechtschen „Radiotheorie“ zusammengefasst. Trotz der Tatsache, dass die „Radiotheorie“ nur „wirksam“ war von Mitte der 1920er Jahre bis zum Ende der 1950er Jahre, also zu der Zeit als das Radio als Leitmedium fungierte, wird sie auch heute noch oft bei der Radioanalyse herangezogen.

In dem Text „Radio – Eine vorsintflutliche Erfindung“ kritisiert er den Rundfunk als eine der „Erfindungen, die nicht bestellt sind“. Seiner Meinung nach hatte man zwar nun die Möglichkeiten die Grenzen von „Raum und Zeit“ zu überwinden um zum Beispiel einen Original Wiener Walzer in Berlin zu hören, allerdings könnte man den Wiener Walzer auch einfach in Berlin spielen lassen, sodass das Medium Rundfunk überflüssig wird. Brecht war der Auffassung, dass es kein Fortschritt sei, wenn man über die neuste Technologie verfügt und ihre Möglichkeiten kennt, sie aber nicht wahrnimmt.

Solange sich das Radio in der Hand der Bourgeoisie befindet, die außer einem „Küchenrezept“ der Welt nichts mit zu teilen hat, verhält es sich wie bei einem Bus der auf Fahrgäste wartet und der somit unnötig wird. Wenn das Radio seine Möglichkeiten „in der Einrichtung des akustischen Warenhandels“ verstauben lässt, so benötige die Welt eher „eine das Medium begleitende Erfindung, welche die gesendeten Programme für die Nachwelt, konserviert“, damit „nachkommende Geschlechter […] sehen, wie [] eine Kaste[…] nichts zu sagen hatte“.

Im Berliner Börsen Courier vom 25. Dezember 1927 erschien Brechts zweiter Aufsatz „Vorschläge an den Intendanten“, die sich implizit an den damaligen Intendaten des Westdeutschen Rundfunks, Ernst Hardt, richten. Inhalt dieser Vorschläge ist zum Beispiel, dass man aus dem Medium „eine wirklich demokratische Sache zu machen versuchen“ soll. Der Rundfunk müsste sich, laut Brecht, an aktuellen Ereignissen orientieren und nicht einfach vorproduzierte Sendungen ausstrahlen, die nichts mit dem Tagesgeschehen zu tun haben. Brecht meint, man müsse „mit den Apparaten an die wirklichen Ereignisse näher herankommen und sich nicht nur auf Reproduktion oder Referat beschränken lassen“, denn dadurch das man sich Informationen nicht nach den Wünschen irgendeiner politischen Instanz oder einer Gesellschaftsschicht zurechtlegt, stellt man das Medium auf einer demokratische Ebene. Man solle sich mehr mit großen Justizprozessen und/oder Reichstagssitzungen auseinandersetzen und deren Entscheidungen hinterfragen, da sie zwar angeblich im Namen des Volkes gefällt worden sind, sie aber nie vor dem Volk gerechtfertig werden würden. Regierungsabgeordnete könnten sich nicht mehr hinter dem Vorhang der Politik verstecken sondern müssten von nun an „ihre „Furcht“ vor der Öffentlichkeit auf[]geben“.  Für den Unterhaltungsbereich wünscht Bertolt Brecht sich eigens für den Rundfunk geschriebene Musik und die „ausführliche Vorstellung der Werke bedeutender Musiker“, die aber für ihre Leistungen auch gerecht entlohnt werden sollen. Sein letzter Voschlag besagt, dass „die Rundfunkanstalten öffentlich Rechnung darüber ablegen müssen, wozu sie die öffentlich zur Verfügung gestellten Geldern nutzen“, denn dadurch wäre gewährleistet das die Wünsche des „kleinen Mannes“ berücksichtigt werden und sein Geld nicht dafür genutzt wird das zum Beispiel ein Mitglied der Bourgeoisie Urlaub macht.

Das Medium Rundfunk ist laut Brecht in der Lage eine Öffentlichkeit und Demokratie herzustellen, die diese Begriffe auch verdienen, solange es gesellschaftliche Prozesse für jeden transparent macht und sie nicht zu verschleiern versucht.

Diese Vorschläge, die experimentell erprobt werden müssten, sind jedoch laut Bertolt Brecht nötig, um den „Apparat, oder das, was für sie gemacht wird, voll auszuwerten“.

Die Problematik an Brechts Vorschlägen ist jedoch, dass die Verfügung „über Sendeanlagen und damit über Einrichtungn der Medienproduktion und –distribution [] ökonomisch durchaus aufwendig [ist] und daher zumeist gesellschaftlich organisiert ist“. Da die Firmen beziehungsweise Gruppen die den Ausbau und die Instandhaltung der Rundfunkanlagen finanzieren, ihre Interessen gerne medial repräsentiert haben möchten, ist es nur verständlich, dass die investierende Partei auch den Inhalt am ehesten zu bestimmen versucht. Dadurch wird aber keine Öffentlichkeit hergestellt und es gibt keine Möglichkeit für eine demokratische Ebene im Rundfunk.

 

Quellen:

-R. Leschke: Einführung in die Medientheorie; 2003 W. Fink Verlag; München

-G. Schwering: Theorien der Neuen Medien; 2007 W. Fink Verlag; München

-B. Brecht: Radiotheorien; 1927-1930

-C. Filk, Medientheorien; 1998

-http://www.hdm-stuttgart.de/wi/iwm/forschung_entwicklung/projetmuseum/radiolexikon/ radiolexikon/radiotheorie  Stand 17.01.2009aHandHan

-http://www.nrw2000.de/weimar/radio.htm Stand 17.01.2009

 

 

Literature

SLAMMERFILET – Poetry Slam im Tower, Bremen

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slam

An dieser Stelle möchte ich euch noch kurzfristig ein kleines Event im Bremer Tower vorstellen. Am Donnerstag, dem 25. November findet am Herdentorsteinweg 7a wieder das “Slammerfilet”, ein Poetry Slam Event der Extraklasse, statt.

Dieses mal werden 12 Slammer aufeinandertreffen & beweisen, dass die Feder mächtiger ist als das Schwert. Unter anderem dabei sein werden Kaddi Cutz, Thomas Langkau, Kai Rieger sowie der Autor von “Warum ich Angst vor Frauen habe*” Mischa-Sarim Vérollet.

Einlass ist ab 20:00 Uhr, Beginn ist für 20:30 Uhr geplant. Der Eintritt kostet 4€, für Schüler 3€.

Bildrechte liegen bei Slammerfilet

Literature

LYRISCHES ÜBER-ICH: PART 13

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lüi

Die Sonnenstrahlen überholen den Vorhang rechts & schlagen auf meinem Pullover auf. Durch das gekippte Fenster dringt das Parfum der Kälte. Lediglich Blätter rascheln & einige Stimmen durchbrechen die Stille. Sie sind aber zu schwach um den Genuss der Umgebung zu unterbinden.

Die Temperaturen klettern allmählich auf den Nullpunkt & darüber hinaus, auf Pfaden, auf denen vor nicht allzu langer Zeit die Kühe von der Alm hinabgetrieben wurden.

Die Natur umgibt den Menschen, duldet ihn in ihrem Leben, ist der Partner der uns überlebt. Durch den Wolkenzug scheinen die Strahlen mal stärker, mal schwächer. Wie ein Herzschlag, ein Herzschlag der Natur.

Durch ihre Helligkeit macht sie es nahezu unmöglich verschiedene Objekte zu fokussieren. Nimmt die Wichtigkeit von den Gebäuden und verschiebt sie auf sich & dich.

Hält dich in Atem, am atmen, am Leben.

Track Of The Week

Track of the Week (46)

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by kunstlab

Servus,

es ist wieder Sonntag. Sofazeit. Macht es euch bequem & genießt ein wenig Musik.

Alin Coen – Wolken

ALIN COEN ‘Wolken’ from TV Noir on Vimeo.

Johnossi – What`s the point

Johnossi-Whats the point from Mattias Erik Johansson on Vimeo.

The Builders and the Butchers – Barcelona

Matthew Good – Born Losers

Arts Kunst

Man Ray – Rayographie (Eine Entwicklung des Surrealismus)

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ray

Man Ray, am 27.08.1890 in Pennsylvania geboren und am 18.11.1976 in Paris gestorben, war amerikanischer Fotograf, Filmregisseur, Maler und Objektivkünstler. Sein richtiger Name war Michael Rudnitzky, jedoch wurde er als Kind von seinen Eltern, die ihren Namen später in Ray änderten, schon Emmanuel oder aber auch Manny genannt. Dadurch gelangte er zu seinem späteren Künstlernamen Man Ray.

Als Kind kam er auf Grund der Schneidertätigkeit seines Vaters mit der Patchwork-Technik in Berührung, was sein späteres Interesse für Collagen und die Mischung von verschiedenen Materialien erklärt. Mit sieben Jahren malte er seine ersten Buntstiftzeichnungen. Dies geschah vollkommen gegen den Wunsch seiner Eltern, daher hielt er seine künstlerischen Neigungen lange geheim und verteidigte sich selbst mit seinem späteren Lebensmotto „Ich werde von nun an Dinge tun, die ich nicht tun soll.“. In diesem Leitsatz zeigt sich zudem auch eine Art kindliche Basis für die spätere Leidenschaft am Dadaismus und Surrealismus.

Nach dem Studiumsabbruch an der National Academy of Design und der Art Students League Manhattan schrieb er sich im Herbst 1911 an der Modern School of New York Ferrer Center ein, an der er endlich die Möglichkeit hatte frei und spontan zu arbeiten.

Dort probierte er in kürzester Zeit viele Malstile aus wie den Impressionismus und die expressive Landschaftsmalerie (vergleichbar mit Kandinsky) bis er später zu seinem eigenen futuristisch-kubistischem Figurationsstil kam.

Um das Jahr 1914 kaufte Man Ray sich seinen ersten Fotoapparat, um seine Werke reproduzieren zu können. 1915 traf er Marcel Duchamp, vermutlich in einer Ausstellung in der New Yorker Daniel Gallery, der ihn zur intensiveren Beschäftigung mit Film und Fotografie drängte. Da Man Ray, seit dem er zu Beginn seiner Studienzeit in der „Galerie 291“ von Alfred Stieglitz Werke von Künstlern wie Rodin, Cézanne und Picasso gesehen hatte, begeistert war von der europäischen Avantgarde, folgte er dem Wunsch Duchamps. Er befasste sich mehr und mehr mit den Techniken der Dunkelkammer und erkannte im fotographischen Verzögerungsprozess bald eine Ähnlichkeit zu seiner Aerographie.

Diese „Lichtmalerei“ war für ihn wie eine Art Fotografieren ohne Kamera, „Es war Malerei mit Licht und Chemikalien, die mir eine Abwechslung von der Ölmalerei sowie von der echten Photographie bot“.

Zunächst legte Man Ray Objekte in seiner Dunkelkammer auf Fotopapier und beleuchtete sie mit weißem Licht. So erhielt er eine Art eindimensionales Röntgenbild. Dadurch, dass er während des Beleuchtungsprozesses  die Objekte verrückte oder entfernte, erhielt er verschiedene Grautöne. Durch das verstellen der Beleuchtung hinsichtlich der Lichtintensität und ihrer Platzierung war Man Ray in der Lage seine Objekte dreidimensional erscheinen zu lassen. Auf Grund der Herstellung der Bilder  allein mit Hilfe von Lichtstrahlen, englisch “ray“ und ihres Erfinders, Man Ray, bekamen seine Werke zu Recht den Namen Rayographien. In Deutschland wurden diese Kunstwerke jedoch auch unter dem Namen „Fotogramm“ bekannt.

1922 brachte er eine Mappe von 12 Rayographien unter dem Titel „Champs Délicieux“  (Die köstlichen Felder) in einer auf 40 Exemplaren reduzierten Auflage heraus. 1923 stellt er in Paris seinen ersten 35mm Film vor „Le Retour á la Raison“ (Die Rückkehr zum Grund). Diese Auftragsarbeit Tristan Tzara´s, der auch das Vorwort zum Film schrieb, zeigt stakatoartig animierte Rayographien. Man Ray legte hier unteranderem Reißzwecken, Nadeln, Salz und andere Gegenstände direkt auf den Filmstreifen und mischte die daraus entstandenen Fotogramme mit Filmszenen von Karussellen, Eierkarton-Mobiles und dem nackten Oberkörper Kiki von Montparnasse.

Auch im weitern Verlauf seines Lebens stellte er viele Rayographien her. 37 Kontaktkopien schenkte er 1967 seinem Freund L. Fritz Gruber, 26 Negative wurden nach seinem Ableben dem Centre George Pompidou zur Verfügung gestellt, darunter 10 Stück die nicht in der Sammlung Grubers sind. Auf Grund seines nie veröffentlichten Buches „50 Rayographs“ ist bekannt das es insgesamt mindestens 50 Fotogramme von Man Ray gibt, die teils mit dem Aufdruck „ORIGINAL“ als selbige betitelt sind. Bei den mindestens drei fehlenden Fotogrammen wird davon ausgegangen, dass sie sich in den Händen von Fälschern befinden, die auf Grund der Tatsache, dass Man Ray nur einige seiner Originale mit dem Schriftzug „ORIGINAL“ beschriftet hat, leichtes Spiel haben den Kunstmarkt mit Duplikaten zu überschwemmen.

Auch wenn Man Ray nicht der Erfinder der Fotogramme war, so entwickelte er sie doch bis zur Vollendung und machte sie zu einer „Kunstphotographie im elitärsten Sinne des Wortes“. Im Gegensatz zum „Erfinder“ der Fotogrammtechnik William Henry Fox Talbot, der, ab1835, undurchsichtige Objekte auf mit Kochsalz und Silbernitrat bearbeitetes Schreibpapier legte und durch Sonnenlicht belichten lies, entwickelte Ray durch verschiedene Lichtintensitäten und Bewegungen der Objekte, dreidimensional wirkende Fotogramme. Die „Schadographien“ von Christian Schad, die durch das Auflegen von flachen Objekten, wie zum Beispiel zerissenen Zeitungen, auf Fotopapier und dem darauffolgenden Belichten entstanden, waren zwar nach Man Ray´s eigener Aussage „im wahren Dada-Sinne“ da „die neueren Rayographien […]kontrollierter und weniger zufällig entstanden, da ich aufgrund meiner ganzen Erfahrung das Ergebnis im Vorfeld klarer erkennen konnte.“, jedoch konnte Man Ray sein später erlangtes Wissen und der Benutzung von dreidimensionalen Objekten viel komplexere Fotogramme erstellen. Im Vergleich zu den Fotogrammen Moholy-Nagy´s, der die Idee für selbige von Man Ray aufgriff, waren die Rayographien erfüllt mit einer „traumhaft-sinnliche[-n], sogar erotische[-n] Komponente“ und nicht nur ein „nüchterne[-s] gegenstandslose[-s] Abbild“.

Man Ray, der über seine Motivation hinsichtlich der Fotografie einmal sagte „Ich fotografiere, was ich nicht malen möchte, und ich male, was ich nicht fotografieren kann“, wurde zum Beispiel von Jean Cocteau zurecht als „Poet der Dunkelkammer“ bezeichnet. Er war einer der bedeutendsten Dadaismus und Surrealismus Künstler, Inspiration und Lehrer für viele Fotografen wie zum Beispiel Lee Miller. Hinsichtlich des Mediums Film, war er stilistisch sehr stark einflussgebend auf den poetischen Realismus und somit auf Künstler wie zum Beispiel Jean Renoir.

Man Ray war mit dafür verantwortlich das Photographie auch als eigenständige Kunst angesehen werden kann und nicht nur als dokumentierendes Medium.

Quellen:

  • http://www.manray-photo.com/catalog/index.php
  • http://www.ubu.com/film/ray.html
  • http://artsearch.nga.gov.au/
  • http://www.studium.iar.unicamp.br/dois/3.htm?studium=manray.htm
  • http://www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/617/lang/2
  • http://www.imdb.com/name/nm0712915/
  • http://www.manraytrust.com/
  • http://www.artcyclopedia.com/artists/man_ray.html
  • Francis Nauman: Man Ray – Sein Gesamtwerk, Edition Stemmle, Zürich 1989
  • Marin Klüver: Man Ray – Sein Gesamtwerk, 1989
  • L.Fritz Gruber: Man Ray – Jahre einer Freundschaft 1956-1976, SK Stiftung Kultur 2008
  • Emmanuelle de l´Ecotais: Man Ray Rayographies, Paris: Editions Léo Scherer, 2002, S.61
  • Man Ray 1960, Brief an L. Fritz Gruber
  • Floris M. Neusüss: Das Fotogramm, 1990, S.14/15
  • Susan Sontag: Über Fotografie, Frankfurt 1989, S. 176

Politics

Achten Sie auf herrenlose Taschen & seltsames Verhalten

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Ein wenig lustig & doch mit etwas Ernsthaftigkeit habe ich gestern noch geschrieben, dass Asterix schon Bescheid wusste. Der Grund für diesen Beitrag war, dass ein ICE in Düsseldorf angehalten wurde, nachdem es eine Bombenwarnung gegeben hatte. Tage zuvor wurde schon eine Kofferbombe in Namibia gefunden. Ihr Ziel war München.

Das es sich dabei nur um eine Attrappe handelte war belanglos. Die Gefahr an sich, welche nach den jüngsten Paketbombenfunden in Luftfrachtmaschinen entstanden war, hatte jeder Bürger wieder vor Augen.
Durch die Aussagen von Innenminister Thomas de Maizière, man solle wachsam sein aber nicht in Panik geraten, & die nicht minder populistischen Schlagzeilen der deutschen liebsten un-BILD-ungs Zeitung, waren die Ängst der deutschen vor dem “schwarzen Mann” wieder geweckt. Über all kann das “Böse” lauern & de Maizieére forderte “Achten Sie auf herrenlose Taschen und seltsames Verhalten”.

Für mich, als mittlerweile Großstädter, ist das sehr schwer. In der Straßenbahn sehe ich viele Menschen mit seltsamem Verhalten. Mit oder ohne Turban, in Jogginghose, ja manchmal sogar im Anzug, wenn komische Menschen in die Luft sprechen & auf eine Antwort warten, während sie ihr Handy in der Hand & ein schwarzes kleines etwas am Ohr haben, überall ist ein seltsames Verhalten erkennbar. Von meinem Fernseher ganz zu schweigen.

Auf Kanälen wie RTL, RTL2 oder wie selbige alle heissen, sehe ich von mittags bis abends seltsame Menschen, bei denen ich nicht glauben kann, dass sie existieren. Am liebsten möchte ich mit dem Finger auf diese Personen zeigen, ganz laut “Hexe” rufen & hoffen, dass mir ganz schnell jemand hilft.

Ich habe Angst.

Es gab einmal einen kleinen Menschen, der hatte auch Angst. Er war Österreicher, vielleicht aber auch Deutscher, aber auf jeden Fall war er jemand, der Angst hatte. Er konnte auch sehr gut mit den anderen Menschen über deren ihre Ängste reden. Dabei ging es um Ängste vor der Arbeitslosigkeit, vor der Zukunft & auch vor dem “schwarzen Mann”. Weil dieser kleine Mensch so gut zuhören konnte & genau wusste, was die anderen Menschen für Probleme hatten, wurde er ihr “Führer” gegen die Angst. Es wurde überall gekämpft, immer gegen die “große böse Angst”. Am Ende hat der kleine Mensch gegen seine Angst verloren, genau wie die anderen Menschen, die dem “Führer” so treu im Kampf gegen die Angst gefolgt waren. Irgendwann sollten sie erfahren, dass sie gar nicht so weit hätten gehen müssen, um gegen die Angst zu kämpfen. Sie fanden auch heraus, dass es gar keinen “bösen schwarzen Mann” gab. Ihre Angst war vielmehr die Angst vor dem Unbekannten, die Angst vor sich selbst, die Angst vor der Dunkelheit. Sie sollten irgendwann erfahren, dass ihre Taten das Schlimmste & Unentschuldbarste waren, was ein Mensch jemals hätte machen können.

Statt mit Kanonenkugeln auf Spatzen zu schießen, oder andere arme Menschen mit ihrer Angst zu verletzen, hätten diese Menschen lieber eine Kerze angezündet. Ein Licht & selbiges in die Dunkelheit getragen, um zu erkennen, dass der “schwarze Mann” eigentlich wie wir sind.

Nachdem die Menschen lange Zeit mehr oder minder erfolgreich versucht haben, Licht in das dunkle der unbekannten Kulturen zu bringen, ist leider etwas sehr schlimmes passiert. Andere Menschen, die vielleicht auch Angst vor etwas haben, haben anderen Menschen auch wieder weh getan. Von Menschenhand gebaute Türme sind eingestürzt & viele Menschen sind gestorben oder haben Freunde, Verwandte, Bekannte & Arbeitskollegen verloren.

Die Angst war wieder da.

Seit dieser Zeit wird wieder mit Kanonenkugeln auf Spatzen geschossen. Der “schwarze Mann” geht laut vielen Regierungen wieder um. Er hat mittlerweile viel gelernt & kann sich gut tarnen. Durch “seltsames Verhalten” ist er jedoch erkennbar & durch die Röntgenapparate an Flughäfen ist man in der Lage, seine “Werkzeugen des Bösen” zu finden. Zumindest wenn seine Paketbomben den Aufbau von Bomben aus der YPS oder Micky Maus haben, zwei Drähte, ein Wecker & etwas explosionsfähige Knetmaße.

Ich habe Angst.

Ich habe Angst davor irgendwann arbeitslos zu sein. Ich habe Angst vor dem Zeitpunkt, wenn meine Eltern sterben werden, oder vor dem Gefühl das meine Eltern haben könnten, wenn sie erleben, dass ich sterben werde. Ich habe Angst davor, was wir Menschen teilweise unserer Erde antun. Wir verhalten uns wie Götter, dabei sind wir noch nicht einmal in der Lage zu essen ohne zu kleckern, oder das sich die dreckige Wäsche von alleine wäscht, trocknet & wieder faltet. Ich habe Angst davor, dass dumme Menschen dumme Dinge tun.

Ich weiß, dass oft etwas schlimmes passiert & das Menschen anderen Menschen sehr weh tun. Der Himmel wird uns irgendwann auf den Kopf fallen, da wird keine Wachsamkeit, kein “Hexe” auch keine Vorratsdatenspeicherung etwas ändern. Ich weiß aber auch, dass die Angst vor einem “schwarzen Mann” oder einem Ausländer nichts daran ändert wird. Dann hätte ich jeden Tag vor meiner anderen Hälfte Angst & du müsstest Angst vor dir selber haben, wenn du in den Urlaub fährst. Vom Deutschen, Belgier, Engländer, vom Amerikaner, Inder oder- ianer wirst du zum -länder. Zum Ausländer. Vom Touristen zum Terroristen? Sicherlich nicht.

Wir haben Angst. Aber nur vor dem Unbekannten, dem Dunklen in das wir einfach nur ein Licht tragen müssen & dem wir die Hand friedlich reichen sollten.