Mischa-Sarim Vérollet – Warum ich Angst vor Frauen habe (READABLE BOOKS PART 4)

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„Am Ende eines langen Sommertages, den ich, ausgestattet mit dem Tatendrang eines frisch diplomierten Naturforschers, an der frischen Luft verbracht hatte, griff meine Mutter beim Zusammenlegen meiner wahllos auf dem Kinderzimmerboden verstreuten Kleidungsstücke nichts Böses ahnend in meine linke Hosentasche und förderte eine gallertartige Masse zutage…

…die sich nach einem umgehend einberufenen Verhör als Schneckenkolonie herausstellte, welche ich zwecks noch durchzuführender wissenschaftlicher Untersuchungen in meiner Hosentasche zwischengelagert und dann dort vergessen hatte.

So konnte ich meiner Mutter ihre in der ersten Schrecksekunde gehegte Befürchtung nehmen, es handle sich bei den Götterspeise gewordenen Schnecken-Torsen und den Splittern ihrer Häuser um Hirnmasse und Schädelteile eines Kleinkindes. Mit einem Seufzer und Sagrotan schrubbte sie meine Hose und dachte wehmütig an pränatale Zeiten zurück. Allerdings hätte sie vorgewarnt sein müssen: Am selben Ort hatte sie in unregelmäßigen Abständen bereits Vanilleeis, Milchzähne (nicht eigene) und einen toten Vogel gefunden.“

Mit diesen Worten beginnt, nach „Das Leben ist keine Waldorfschule“, das zweite Werk von Mischa-Sarim Vérollet, „Warum ich Angst vor Frauen habe“. Der Autor „wurde 1981 in Gibraltar geboren und wuchs inmitten einer deutsch-englisch-französischen Familie in Bielefeld auf, wo er [auf Grund seiner Höhenangst] mehrfach am Seepferdchen scheiterte“. Nichts desto trotz machte er sich stets voller Enthusiasmus & Neugier mit seinen Freunden Röchel-Chris & Wayne auf zu spannenden Abenteuern. Als erste Indianer Bielefelds schreckt sie nichts ab. Ausser dunklen Höhlen. Die Welt ist ihnen schon als Kinder zu klein, also versuchen sie einfach zum Mond zu fliegen. Leider ähnlich erfolgreich wie die USA in ihrer Anfangszeit. Doch bei all den kleinen Rückschlägen gehen sie am Ende doch stets als Sieger aus dem Kampf hervor. Nur wenn ihr Gegner das unberechenbare Monster der Liebe ist, könnte es ab & zu mal brenzlig für Mischa-Sarim & seine Freunde werden.

„Natürlich schwor ich den Frauen nicht ab. Ich hatte französisches Blut in mir, diese Tatsache ließ sich durch keinen Geburtsporno dieser Welt verdrängen. Dem Franzosen ist l`amour, was dem Deutschen sein Vollgas auf der Autobahn ist. Natürlich mag Richtgeschwindigkeit vernünftiger sein, aber seien wir ehrlich, volle Lotte mit allen Schikanen und Tragödien macht eben mehr Spaß. Wir Franzosen betrachten die Liebe als die lebenslange Suche nach der Richtigen und legen dabei eine herzerfrischende Einstellung an den Tag: Jede könnte die Richtige sein, und manchmal auch viele gleichzeitig. Während der Deutsche bei der Partnersuche am liebsten mit der Checkliste vorginge, sehen wir Franzosen in jeder Frau das Positive. Und nehmen in Kauf, dass die Suche nach der Richtigen ein langer, steiniger Weg voller Fehler, voller wunderschöner, hinreißender, uns und andere um den Verstand bringender Fehler ist. Wir können nicht anders. Wir lieben.

Mein steiniger Weg begann in der Grundschule.“

Mir persönlich haben an dem Roman viele Dinge gefallen. Zum Beispiel der Wortwitz, welchen der Autor schon auf vielen Poetry-Slams unter Beweis gestellt hat, ist unfassbar. Als ich einige Passagen vorgelesen habe, musste ich auf Grund eines Lachkrampfes immer wieder unterbrechen. Die Geschichten von Vérollet erinnern mich, als 85er Jahrgang, teilweise an meine eigene Kindheit. Mit den YPS-Gimmicks versuchte man stets der Agent seiner Majestät zu sein, oder Neil Armstrong im Weltraum zu unterstützen, die Micky Maus hingegen war eher so sinnvoll & nützlich wie Pinkelbereiche im Schwimmbad.

„Und eine Uhr, die kleine Projektile abfeuern konnte, hatte ich auch noch. Die Uhr war ein YPS-Gimmick, und ich fühlte mich mit ihr sehr im Geheimdienst ihrer Majestät. Natürlich verheimlichte ich meinen Eltern das Geheimnis des Zeitmessers, sie hätten ihn mir sofort weggenommen, wenn sie über seine letale Funktionserweiterung Bescheid gewusst hätten. Meine Tarnung flog dann von selbst auf, als ich meinem Bruder aus Versehen eine der Raketen ins Auge schoss. Seitdem durfte ich mir nur noch das öde Micky-Maus-Heft mit den pazifistischen, langweiligen Extras des Fähnleins Fieselschweif kaufen.“

Der Klappentext von „Warum ich Angst vor Frauen habe*“ beschreibt das Werk wie folgt: „Eine skurrile und mit rabenschwarzem Humor erzählte Reise durchs wilde Absurdistand des Erwachsenwerdens und die Abgründe des Lebens kurz nach dem Urknall: Liebeskummer, Phobien, Fahrradhelme, Schillers Lied von der Glocke, der Kriedg der Pheromone, ZK oder MK, Cotton Eye Joe und die Wahrheit über Wrestling. Und über Imken. Über Steffi. Christine. Die Musiklehrerin. Die unerreichbare Sybille. Und natürlich über das Mädchen, das alles veränderte…“

Für mich persönlich schließt dieses Buch auch eine literarische Lücke im Bereich Comedy Literatur, welche ich nach dem großartigen „Die Känguru Chroniken“ verspürt habe. Diese Art von Humor enthält eine Mischung aus Intellekt, verständlicher Historie, Feingefühl & noch viel mehr, ohne dabei auch nur eine Geschmacksknospe meiner Leselust zu überreizen. Grandios. Zudem enthält der Roman noch eine Audio-CD mit Bonusmaterial, auf der sich entfallene Szenen, ein alternatives Ende & drei Poetry Slam Texte befinden. Alles vom Autor selbst gelesen. Ich hatte zufälligerweise mein Exemplar im Thalia gekauft & dort die SUPER Bonus Version bekommen.

Textrechte liegen bei Mischa-Sarim Vérollet. Ich finde das Buch echt gut & bekomme kein Geld für diesen Artikel. Leider ;)

Update:

Da ich den Roman so gut finde, habe ich eine kurze Amazon Rezension geschrieben, aber lest selbst.

“Durch einige Artikel bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden. Auch wenn ich nur grob wusste, was mich erwarten könnte, habe ich mich in den nächsten Buchladen begeben und mir das neue Werk von Mischa-Sarim Vérollet gekauft. Ich kann sagen, ich habe es nicht bereut. Nachdem ich als letzten wirklich guten Comedyroman “Die Känguru Chroniken” gelesen hatte, waren meine Erwartungen an ein unterhaltsames und dennoch intellektuell ansprechendes Buch sehr hoch. Ich las also zu Hause die ersten Textpassagen und wusste nicht, ob ich mich lieber hinlegen, setzten oder stellen sollte, ich hatte einfach nur Lachkrämpfe.
Das Buch des jungen Vérollet ist so gut, dass der Fernseher die nächsten Tage ausbleiben konnte und mein langer Weg mit der Straßenbahn zur Uni einfach immer kürzer zu werden schien. Selbst meine Freundin hatte Lachtränen in den Augen, als ich ihr aus “Warum ich Angst vor Frauen habe*” vorgelesen habe.
Das Werk ist niemals aufdringlich oder versucht aufdringlich lustig zu sein, ein Punkt, an dem viele junge Autoren meiner Meinung nach scheitern. In den meisten Romanen der “jungen Literatur” geht es um Drogen Exzesse und die Flucht in die Großstadt, meist Berlin. Warum nur? Bielefeld als Schauplatz reichte dem jungen Vérollet als Schauplatz völlig aus, um ein unterhaltsames, spannendes und ansprechendes Buch zu schreiben. Freunde, Liebe, Yps-Gimmicks, alle wichtigen Zutaten vereint zu einem köstlichen Comedywerk. Genial.
Zudem ist der Preis für so ein Werk inkl. einer CD mit entfallenen Textpassagen und Live Auftritten des Poetry-Slam Meisters völlig angemessen. Wer sich Abends vom Stress der Arbeit oder Uni mit einigen Lachern erholen will, sollte auf jeden Fall zu diesem Werk greifen. Zudem ist es ein Weihnachts-, Geburtstags- oder aber auch “Einfach-So” Geschenk, bei dem man dem Beschenkten gerne wieder unter die Augen treten darf. Meine Empfehlungen hat dieses gelungene Werk auf jeden Fall.”

Die Faszination des selbstauferlegten Stresses.

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Ich sitze gerade im IC2327, Wagen 10, Sitzplatz 34, & bin auf dem Weg von Bremen HBF nach Köln HBF, nach, wenn die Deutsche Bahn pünktlich sein sollte, einer voraussichtlichen Wartezeit von 35-45 Minuten werden ich in eine Regionalbahn von Köln HBF steigen & nach Schladern/Au-Sieg fahren, wo hoffentlich ein Auto auf mich warten wird. Mein eigenes Auto bleibt diesmal in Bremen. Im Auto wird mit etwas Glück ein gut gelauntes Familienmitglied sitzen & sich freuen mich zu sehen. So oder so ähnlich.

 
Nach weiteren 25 Minuten Fahrt, zumindest bei einem Fahrstil der noch nicht an Wochenende erinnert, werde ich dann wieder „zu Hause“ sein.
„Zu Hause“ ist hierbei vielleicht nicht ganz zu treffend, aber dazu später mehr. Im Laufe des Abends werde ich kurz mein Gepäck abladen, umpacken & mich auf eine weitere Reise vorbereiten, da wir, meine sicherlich gut gelaunten Familienmitglieder & ich, im Laufe des Abends uns noch auf die Reise in die Nähe des knapp 200km entfernten Bitburg aufmachen werden. Dort, im kleinen Niederweis, lebt meine Oma & einer meiner Onkel, welche wir kurz besuchen, bevor wir Samstag Abend wieder zurück fahren. Mit etwas Glück werde ich am gleichen Abend noch einen oder mehrere meiner Freunde sehen, die ich auf Grund meines Studiums & meiner Arbeit in Bremen leider viel zu selten sehe. Am nächsten Tag werde ich meinen Fußballverein & meine weiteren Freunde sehen, welche ich aus oben genannten Gründen leider auch viel zu selten sehe.
Im weiteren Verlauf des Sonntags werde ich meine andere Familienhälfte besuchen, quasi mein zweites „zu Hause“, mit Bremen habe ich drei „zu Hause“ – ein Bermuda-Dreieck der „zu Hause“. Irgendwann fall ich Sonntagabend einfach völlig fertig in ein Bett.
Nach einer hoffentlich erholsamen Nacht erwartet mich dann der Höhepunkt, um 7:00 Uhr wird mein iPhone klingeln – STOP.
Mein IC hängt gerade mit einem Lokschaden in Münster HBF. Ein Traum, was möchte ich in Münster? Vor allem im Zug? Nun ja, ich warte dann mal. So in der Bahn lernt man ja auch interessante Menschen kennen, aber das wird eine andere Geschichte sein.
An dieser Stelle möchte ich sagen „Ich liebe Twitter & vor allem wenn man darüber im ,Real-Life‘ in Kontakt kommt.“ Nebenbei, wenn zum Beispiel über den Bahnfunk einfach Radio- oder Fahrstuhlmusik laufen würde, käme der Schaffner nicht alle fünf Minuten in Verlegenheit zu sagen „Es geht als bald weiter.“ Aber der Rubel, äh, Zug rollt nach 35 Minuten Wartezeit endlich wieder weiter.

 
Also, am Montag werde ich relativ früh nach Gummersbach fahren & bei Europcar* einen Transporter abholen, mich wieder aufmachen Richtung „zu Hause 1“ &, zur Zufriedenheit meiner Mutter, meine Möbel aus ihrer Garage endlich entfernen. Nach einer voraussichtlichen Ladezeit von ein bis zwei Stunden werde ich noch kurz etwas essen, bevor ich nach Siegen an meine „alte“ Uni fahre. Dort muss ich noch einige Dinge abgeben & dabei hoffentlich nicht allzu viel Zeit verschwenden, bevor ich endlich weiter nach Bremen fahren kann. Auf Grund der sicherlich staufreien A1, seien wir ehrlich, ich werde mit einem Transporter vier bis fünf Fahrtstunden benötigen, bei all den Baustellen gefühlte 17, bevor ich endlich wieder in Bremen sein werde. Dort angekommen darf ich erstmal den kompletten Transporter, mit dem Inhalt einer ein bis drei Zimmer-Wohnung, ausladen & in den ersten Stock tragen, bevor ich, nachdem ich den leeren Transporter abgegeben haben werde, glücklich & zufrieden zusammenbreche.

 
Glücklich & zufrieden, dass trifft es ganz gut. Genauso holprig wie sich dieser Beitrag liest, wird mein Wochenende werden. Es wird stressig, es wird nervig, es wird wenig Schlaf geben & zusätzlich spielt der effzeh noch gegen Gladbach; das Derby schlechthin. Aber ich freue mich darauf & ich komme damit klar. Wie oft wohnt man nicht mehr in der Nähe seiner Eltern oder Kinder & macht sich deshalb an Weihnachten, Geburtstagen oder einfach so zu einem Besuch auf? Es ist stressig, hab ich Dieses & Jenes eingepackt, hast du alle Stecker heraus gezogen, hast du genug Gepäck dabei? Wieso hast du so viel Gepäck dabei? Wieso fährt der A**** nicht schneller & warum hat die Bahn schon wieder Verspätung oder womöglich einen Lokschaden? Es kommt einem grundlegend immer etwas in die Quere, gefühlt am ehesten, wenn man sowieso keine Zeit hat. Aber das ist Ok & das gehört dazu, gerade weil man sich so sehr darauf freut & alles richtig machen möchte. Ich bin immer wieder fasziniert, aber auch begeistert von diesem selbstauferlegten Stress, aber ich nehme es gerne in Kauf, denn wenn ich dann endlich wieder in einem meiner „zu Hause“ bin & meine Eindrücke Revue passieren lasse, weiß ich, dass es schön war.

 
*Sixt ihr Pflaumen, nicht nur eure Preise sind Müll, eure Werbung ist Atom-Müll

Wéi den Dännebeemchen de Chrëschtbeemche Gouf

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Ah, sou war dat…
Vun engem Dag op deen anere war aus dem äisegen Norden d´Keelt an d`Land gezunn an huet d´Novemberniewelen zu Bromä verzaubert. Jiddereen huet ge ass net méi wäit. D´Vigel hate sech schonn e gudde Strapp op d´Rees gemaach, fir a méi waarme Géigenden z´iwwerwanteren.

Ma ´t war nach just e jonke Gaarderoutschwänzchen heibliwwen.
Hien hat am Summer e Flillek gebrach a konnt net méi gutt genuch fléien. Wéi dat aalt Gaarderoutschwanzpierchen ugaangs Summer fir d´zweet mat der Hickecht aus der Nachtkëscht eraus en Ausflug an d´Fräit maache wollt, war dee Villchen hei ongeschéckerlech an de Gaardenrot geflunn an hat sech de Flillek ausgerenkt. Vun do u war en handicapéiert. En hätt déi wäit Rees bis ënnen a Spuniën ni gepackt, weil de Flillek net méi richteg zesummengewuess war.
Den Hierscht iwer huet e sech recht a schlecht derduerch schlo kënnen, ma déi béis Keelt elei war awer e bësschen ze vill. Lo souz e verdaddert op engem Ascht a konnt nëmmen onbehollef eng kuerz Streck fléien. Sou koum en dann awer mat vill Méi an e Park, wou vill grouss Beem stoungen. „Ei“, heut e geduecht, „dat do ass fein“. ´t huet bestëmmt kee vun deenen groussen, staarke Beem eppes dergéint, wann s de dech an deenen hiren Äst verstopps an hanner Wand zéis … Awer do hat de Routschwänzchen sech gëiert.
Er fléit op eng grouss wäiss Bierk zou, déi niewend engem breede Pad stoung. „Kënnt ech wann ech gelifft de Wanter iwer an ären Äscht wunnen, bis moi nees besser Wieder gëtt? „Ma d´Bierk huet de Villchen ofgewisen. „Ma dat geleef, ech hu genuch mat menge rengen Zwénken ze don, ech kann net och nach op dech kranke Vugel oppassen. Kuck, datt s de soss enzwuesch ënner Daach kënns!“
De geplote Routschwänzchen probéiert e Stéck ënnendru bäi enger décker Eech. „Kënnt ech wann ech gelifft bäi iech wunne bis …“ – „A wat geet dech un?“ fällt déi him an d´Ried, „ech hunn es sat mat deem sëllege Fiedervéi, éiweg streide se mateneen a bedreckse mir meng Äscht. Die Kaméidi hunn ech net néideg…“
„Neeneeneen“ wiert end Weid an hirer Noperschaaft of. „Nach ni hunn ech Friemer bäi mir erageholl an et gétt och net dermat ugefaangen. Déi hei hält send Bamkrouch propper. Géi fro moi bäi den Aaschtert oder bäi d´Lannen.“
Awer net een eenzegee vun de grousse Beem am Park hat Erbaarme mat dem Routschwänzchen. De woost net méi wouhinn e sollt froe gon. Du huet e sech traureg vir op en Ästchen vun engem Hieselter gesat. De Wand huet em an d´Fiederkleed geblos an en huet sech vu Keelt geschuddert. En hat e sëllege Kropes fir sech am Gläichgewiicht ze halen, sou ass e geklunscht ginn. „Lo së meng Eltere mat menge Bridder a Schwësteren an engem waarme Land an ech muss heiheem stierwen. Ech sënn dat aarmste Vullekand op der Welt.“ huet e fir sech gesot an di flänkt en u mat Kräischen.
E giedlegen Dännebeemchen, die queesch eriwwer bäi enger Thujasheck stoung, hat de Viegelche schonn eng Zäit am A. „Wat ass da mat dir lass, wou kënns du dann hier. Bass du net mat a Spueniën? Den Zuch verpasst, häe, de Bullenzuch, mengen ech?“
Mat ieschter Kraaft fléit de Routschwanz bäi d´Dannchen a klot hir sä Leed. „O, ech wier gär matgeflunn, awer ech hat am Summer de rietse Flillek gebrach, ech kann nëmme méi kurz Strecke fléien an nach ganz schlecht. ´t ass mer sou kal, ech mengen, ech muss stierwen.“
„Ma komm dach bäi mech, ech wier frouen, wann ech de Wanter duerch Gesellschaft hätt. Kuch datt s de a mäi Geäscht kënns an da sisch de der dien Aast aus dien der am beste gefällt. ech gíf mengen, ee vun deenen dëssäit, do blénkt alt heiansdo nomëttes d´Sonn eran… „A fir däi Schniewelchen ass och genuch do: Meng Straissercher a meng Nolen sëtze voll vu Spannen, Maten, Lais a Larven. Ech soen der, ´t hunn der net vill sou eng gefëllte Spëndche wéi ech…“
Ei, du hunn awer déi schwaarz Guckelcher ënner dem wäisse Stireband vum Vigelche mat engem Schlaach nees gegiënnert an en hat ërem frësche Liewesmutt.. En huet sech an e schuckelegen Eckelchen agenaschtert a wéi en déi éischt Spannemoolzecht am Mo hat, ass en och méi waarm ginn. D´Äscht ronderem hunn de kale Wand ofgehal an en huet sech gefillt, wéi an enger heemlecher Stiffchen.
Nach an der selwéchter Nuecht huet den äisege Wand mat engem richtege Sechnéistuerm dat faarwegt Laf vun all de grousse Beem am Park bis op dat leschte Blat erofgerass. Moies hu se plakeg an de Wanterhimmel gestuerkt. Just nëmmen den Dännebeemche mat diem gudden Häerz hat nach all seng Nolen a stoung ees wéi ess houfreg a sengem grénge Kleed am Park. Vun deemools un hun d´Leit den Dännebeemche. die ëmmer gréng bleift – an dat ass jo d´Faarf vun der Hoffnung – bäi dem jesuskland send Krëppche gestallt a sou ass hien de Chrëchstbeemche ginn. Als Erënnerung un de Villchen, dien a sengen Äscht op eng besser Zäit gewaart huet, gesäit een nach dack tëschent de Bullen e faarwege Villchen op engem Aascht sëtzen…

Von Edmond Steyer (fräi no „Le sapin“, e franséisch Liesstéck aus engem als lëtz. Schoulbuch)

11.11 – Die fuenfte Jahreszeit beginnt

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Servus,
Heute ist es wieder soweit, am 11. November um 11:11Uhr startet die fünfte Jahreszeit. Egal ob Karneval oder Fasching, Alaaf, Helau oder Pass op in vielen Karnevalshochburgen wie Köln oder Mainz treffen sich im Laufe des Tages die Narren & Jecken zum gemeinsamen feiern & fröhlich sein. Nach einer kleinen Durstrecke finden wir uns dann alle Weiberfastnacht bis Aschermittwoch schunkelnd wieder.
Bis dahin, ein dreimaliges “Kölle Alaaf, Kölle Alaaf, Kölle Alaaf”.

Bildrechte liegen bei Wikipedia

There’s an App for that – Sesame Street

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MacGyver sitzt heulend in der Ecke, seine Fähigkeiten, aus einem Streichholz & einer Scheibe Toastbrot eine neue Ozonschicht zu bauen sind nun unnötig. Auch wenn jemand nun Hilfe braucht, ist das A-Team nicht mehr seine erste Anlaufstelle. Jetzt ist jeder, wie schon von PUR gefordert, sein eigener Held. Denn “There’s an App for that”.

Grandios, wie die Sesame Street, die amerikanische Version der Sesamstrasse, den Apple Slogan auf’s Korn nimmt.

LaBrassBanda – Uebersee

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Als ich vergangenen Sonntag wieder „Die Sendung“ (Anmerkung: „Die Sendung“ = „Zeiglers wunderbare Welt des Fussballs“) sah, blieb ich zufällig auf einer Ausgabe des Rockpalast hängen.

In der Sendung wurde der Live Auftritt von „LaBrassBanda“, einer fünfköpfigen Balkan-Brass-Musikgruppe, auf dem Reeperbahn Festival 2010 gezeigt. Die, 2007 gegründete, Band besteht aus Stefan Dettl, Trompete & Gesang, Oliver Wrage, Bass, Andreas Hofmeir, Tuba, Manuel Winbeck, Posaune & Gesang, sowie Manuel da Coll, Schlagzeug & Gesang. Einen größeren Bekanntheitsgrad erlangte die, meist bayrisch singende, Band durch ihre Tour 2008, als sie sich von ihrer Heimat zum Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in Wien aufmachten. LaBrassBanda legte die komplette Strecke mit Mopeds & einem Traktor zurück, auf dessen Anhänger sie Platzkonzerte spielten.

Ich war direkt so von der Musik begeistert, dass ich einen Titel der fünf Jungs in der Kategorie Tracks of the Week gepostet habe. Im Oktober 2009 erschien, nach „Habediehre“, mit „Übersee“ das zweite Album der Reggae-, Brass-, Ska-, Heimatband, auf dem sie ihre Reise mit dem „VW-Jetta“ zum „Bierzelt“ beschreiben, wo sie auf auf einen „Bauersbua“ mit einem „Rotes Hoserl“ und jemanden von „Inter Mailand“ mit einer „Ringlbleame“ trafen.

Die CD beinhaltet insgesamt 13 Musikschmankerl, denen man gerne seine Zeit widmet. Zusammenfassend kann man LaBrassBanda als die schönste Form, welche die bayrische Sprache annehmen kann, bezeichnen.

Trackliste:
No. 1. Bierzelt
No. 2. Rotes Hoserl
No. 3. Ringlbleame
No. 4. VW-Jetta
No. 5. Bauersbua
No. 6. Des konnst glam
No. 7. Ofree
No. 8. Scetches
No. 9. Inter Mailand
No. 10. Nanana
No. 11. Ragga
No. 12. Deyda
No. 13. Doda Hos

Auch wenn man sicherlich ein wenig Zeit benötigt, um sich in die bunte Musikmischung von LaBrassBanda hineinzu versetzen, sollte man sich auf jeden Fall diesem Erlebnis hingeben.

Alle Bild,- Text- & Videorechte liegen bei LaBrassBanda

TRACK OF THE WEEK (44)

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Servus,
hier sind wieder die Tracks of the Week, also Hintern hoch und bewegt euch.

Beatfreakz – Superfreak

LaBrassBanda – Schuikallier

Bob Seger – Old Time Rock & Roll (Alf Version)

ALF – Old Time Rock And Roll
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