future music camp 2011 – Tag 2
Gestern fand der zweite Tag des future music camp in der Baden-Würtembergischen Pop Akademie statt. Derzeit fällt es mir noch etwas schwer ein Resume der gesamten Veranstaltung zu ziehen, anbei möchte ich euch jedoch einen kleinen Einblick geben.
Vergleichbar mit dem ersten Tag des FMC, gab es zunächst eine Vortragsreihe, bevor die Teilnehmer in kleinen Gruppen wieder zwei Barcampsessions abgehalten haben. Interessant fand ich hierbei die Session zu dem Thema “Künstler und Regionalität”. In einem kleinen Kreis diskutierten wir darüber, wie wichtig nicht nur die eigene Region für einen Künstler sein kann, sei es auf Grund einer regionalen Fangemeinde, sondern auch das Wissen zu haben, in welchen Regionen seine Musik sonst noch gehört wird, um dort eventuell Konzerte zu veranstalten, statt die Leute in gewisser Weise zu zwingen, in große Hallen der Hauptstädte reisen zu müssen. Zudem könnte man hierdurch seinen Vertrieb viel zielgerichteter ausarbeiten, was für den jeweiligen Künstler definitiv von Vorteil wäre.
Die Vortragssession des gestrigen Tages war im Durchschnitt nochmals besser als die des ersten Tages, wobei ich zwei Vorträge besonders hervorheben möchte. Wirklich gut gefallen hat mir der Vortrag von Martyn Davies zum Thema “Music, the City & You”. Davies ist creative technologist und product manager bei Six Two Productions, zuvor arbeitete er als product manager for innovation bei der Universal Music Group sowie als producer und product manager bei BBC Radio 1, BBC Music und BBC Itroducing. Sein Vortrag sowie seine Idee zur Beziehung von Stadt, Musik und dem User fand ich persönlich sehr interessant, umso mehr freue ich mich darüber, das Davies seinen Vortrag online zur Verfügung gestellt hat.
Der zweite Vortrag, den ich kurz hervorheben möchte, stammt von Nikhil Shah, Co-Founder von Mixcloud, einem Musikstreaming-Dienst. Shah stellte in seinem Vortrag Mixcloud nur beiläufig vor, sein Hauptaugenmerk galt den wichtigen Kriterien für ein erfolgreiches Start-up-Unternehmen. Seine Hauptpunkte waren hierbei unter anderem das perfekte Team, welches aus hustler, hacker und designer bestehen sollte, der Tatsache, dass man sich auch in der Beta Version seines Programms an die Massen wagen sollte, da ein früher Fail einen kostengünstigeren Fail bedeutet und man nur durch einen Test erfahren kann, was User wollen beziehungsweise brauchen und schlichtweg ob die angedachte Idee auch in der Praxis funktioniert. Shah konnte die Leute nicht nur durch seine Art mitreissen, sondern auch einen guten Einblick hinter die Kulissen eines Start-ups geben. Zudem gab er bekannt, dass alsbald eine Android App von Mixcloud veröffentlicht werden wird, Apple User müssen leider noch ein wenig auf eine App für ihren Device warten.
In den nächsten Tagen werde ich versuchen, einen Gesamtüberblick über das dritte future music camp zu geben, aktuell kann ich jedoch schon sagen, dass sowohl die Organisation der Veranstaltung als auch das Camp selbst wirklich gut waren. In dem Rahmen konnte man sich nicht nur exzellent mit verschiedenen Personen aus dem Musik-, Entwicklungs-, Wirtschafts- und Kulturbereich austauschen, sondern teilweise auch neue Konzepte und Lösungsansätze entwickeln. Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder versuchen dabei zu sein.
Update:
Wie ich vorhin bei caschy erfahren habe, ist die mixcloud App sowohl für iPhone als auch iPad aktuell im Appstore erhältlich.
